Arbeitsgruppe Public Marketing & Social Marketing

Aktuelles

Terminhinweis: Nächste Sitzung der Arbeitsgruppe im Rahmen der nächsten AfM-Jahrestagung am 23.4.2021.

Warum eine Arbeitsgruppe Public Marketing & Social Marketing?

Marketing ist fester Bestandteil des öffentlichen und gemeinnützigen Sektors und Treiber von Verhaltensänderungen zum Wohle der Allgemeinheit. Allerdings wird der Marketing-Begriff im deutschsprachigen Raum bei öffentlichen und sozialen Belangen nur verhalten verwendet, wird er doch vorrangig mit dem Gewinnstreben profitorientierter Unternehmen assoziiert. Dabei ist es sinnvoll, strategische Überlegungen und operative Herangehensweisen aus dem „klassischen“ Marketing für öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen und soziale Belange zu nutzen, um deren Ziele zu verwirklichen.

Im öffentlichen Sektor hat es der Begriff Marketing besonders schwer: Da geht es im Falle von Schulen, Hochschulen oder Studierendenwerken um junge Menschen einerseits und Einrichtungen mit staatlichem Bildungsauftrag andererseits. Bei so genannten Nichtregierungsorganisationen (Non Governmental Organizations, kurz: NGOs) und Non-Profit-Organisationen (NPOs) sieht es nicht anders aus. Und selbst Verbände, Vereine und weitere Institutionen schlagen sich mit denselben Fragen herum: Wie kann man im Rahmen des Public Marketings (bzw. des Sozialmarketings im Falle gemeinnütziger Einrichtungen) von akademischem und praktischem Marketing-Fachwissen profitieren, ohne den Ausverkauf seiner Einrichtung zu riskieren? Die Arbeitsgruppe will die Besonderheiten des Marketings im öffentlichen und sozialen Sektor – sowohl hinsichtlich klassischer als auch digitaler Instrumente – thematisieren und darüber hinaus auch Sonderbereiche wie das Fundraising beleuchten. Die Erkenntnisse und Ergebnisse sollen sowohl in die akademische Lehre eingebracht werden, als auch im Rahmen (angewandter) Forschung in die Praxis übertragen werden.

Social Marketing versucht das Verhalten von Zielgruppen dahingehend zu beeinflussen, dass es dem Individuum und der Gesellschaft zum Wohle gereicht. Es basiert auf ethischen Grundsätzen und umfasst den gesamten Marketing-Mix. Klima- und Artenschutz, aber auch Suchtprävention und Pandemiebekämpfung sind Beispiele für komplexe Probleme, zu deren Lösung und/oder Milderung ganzheitliche, systemische Social Marketing Interventionen beitragen. Dabei werden relevante Stakeholder bereits in der Entstehungsphase sowie im weiteren Projektverlauf eingebunden und miteinander vernetzt, um sowohl auf der Mikro-, als auch auf der Meso- und Makroebene zu wirken. Social Marketing wird oft von staatlicher Seite und Non-Profit-Organisationen betrieben, vereinzelt auch von gewinnorientierten Unternehmen – meist in Kooperation mit anderen Akteuren.

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